Kein Ende in Sicht: Andauernde Repressionen gegenüber der Rohingya-Minderheit in Myanmar

Autorin: Lara Husar, Praktikantin

Bild: United to End Genocide via flickr

Am 25. August jährte sich der 2016 und 2017 vom myanmarischen Militär an den Rohingya verübte Genozid. Verbessert hat sich die Lage für die Rohingya-Bevölkerung in dem Vielvölkerstaat seither kaum. Ihnen wurden Bürger- und Menschenrechte aberkannt und der Zugang zu verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens bleibt ihnen verwehrt. Weder Bewegungs- und Religionsfreiheit wird ihnen gewährt noch der Zugang zu Bildung, dem Gesundheitssystem oder dem Wohn- und Arbeitsmarkt ermöglicht. Auch in den Flüchtlingscamps der Nachbarstaaten sind Repression, Kriminalisierung und Willkür noch immer an der Tagesordnung. Die diesjährigen Wahlen geben wenig Anlass zur Hoffnung, auf eine baldige Verbesserung der Situation. Die internationale Gemeinschaft ist über die Krise informiert und reagiert doch unzureichend.

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Wo „Big Brother“ Alles über Dich weiß

Autor: Ulrich Delius, GfbV-Direktor

Dass in China regierungskritische Personen und ihre Kontakte systematisch erfasst und überwacht werden, ist nicht neu. So berichtete die nach jahrelangem Hausarrest nach Deutschland abgeschobene chinesische Künstlerin Liu Xia über Videokameras vor ihrer Wohnung, die jeden Besuch festhielten. Chinas Staatssicherheit wollte ganz genau wissen, wer Kontakt mit der Ehefrau des in der Haft verstorbenen Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo aufnimmt.

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Proteste in Indien: Die Heldinnen von Neu-Delhis Shaheen Bagh

Autorin: Natalie Friedl, Praktikantin bei der GfbV

Bild: UN Women Asia and the Pacific via Flickr.

Indiens neues Staatsbürgerschaftsgesetz soll religiöse Minderheiten vor Verfolgung schützen, doch muslimische Inder*innen sind explizit von der Regelung ausgeschlossen. Seit nun mehr als zwei Monaten wird in der Hauptstadt deshalb demonstriert. Frauen nehmen bei den Protesten eine Schlüsselrolle ein.

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Verfolgung von Christ*innen in China: Der Fall der „Kirche des Allmächtigen Gottes“

Autor: Hanno Schedler, Referent im Referat für Genozid-Prävention und Schutzverantwortung

Bild: Kirche des Allmächtigen Gottes.

Sophia Bai ist eine chinesische Christin. Sie ist Angehörige der „Kirche des Allmächtigen Gottes“ (KAG) und musste vor der Verfolgung durch die chinesische Regierung aus ihrer Heimat fliehen. Schätzungen zufolge leben in China 82 bis 130 Millionen Christ*innen. Nur ein kleiner Teil von ihnen ist in den fünf offiziell von der Kommunistischen Partei erlaubten Religionsgemeinschaften organisiert. Die Zahl der staatlichen Übergriffe verfünffachte sich zwischen 2017 und 2018.

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„In the Name of Confucius“: Eine Tour durch Deutschland

Autor: Noel Bronner, Praktikant im Referat für Genozidprävention und Schutzverantwortung

Gemeinsam mit der Tibet Initiative Deutschland (TID) haben wir eine Veranstaltungsreihe organisiert, in der wir in zehn Städten in ganz Deutschland den Film „In the Name of Confucius“ gezeigt haben. Für die Reihe hatten wir die kanadische Regisseurin des Dokumentarfilms, Doris Liu (zweite von links im Foto), nach Deutschland eingeladen. Thema dieser Veranstaltungen waren die sogenannte Konfuzius-Institute. Gemeinsam mit zahlreichen Gästen wie Margarete Bause (MdB), Frank Heinrich (MdB) und auch Vertreter*innen der Konfuzius-Institute entstanden spannende und kontroverse Diskussionen über den wachsenden Einfluss der chinesischen Regierung an deutschen Hochschulen.

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Kashmir: Unabhängigkeitstag und Opferfest unter Hochspannung

Bild: Occupied Kasmir via Wikipedia.

Autor: Robin Shakibaie, Referat für ethnische, religiöse und autochthone Minderheiten

Die Lage in Kaschmir spitzt sich zu: Der drohende Entzug des Autonomiestatus der Region, trübt das Opferfest vieler Muslime beidseits der Demarkationslinie.

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Terror in Sri Lanka gefährdet den Frieden

St. Antony Kirche in Kochchikade, Colombo, einer der Anschlagsorte, © AntanO via wikimedia (CC BY-SA 4.0)

Autor: Sven Andreae

Die gesellschaftliche Spannung in Sri Lanka ist groß. Die Auswirkungen des Terrors sind nicht nur eine Gefahr für Muslime, sondern für den Frieden insgesamt.

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Indonesien: Schattenseiten im Reiseparadies

Indonesien wird hierzulande als Reiseziel immer beliebter. Doch abseits des Tourismus kommt es in Westpapua immer wieder zu Menschenrechtsverletzungen.

Foto: pixabay.com

Indonesien wird hierzulande als Reiseziel immer beliebter. Doch abseits des Tourismus und fern der Öffentlichkeit werden in Westpapua Menschenrechte verletzt und die indigenen Bewohner unterdrückt. Jetzt hatten Vertreter von Vanuata, Tuvalu, Tonga, Nauru, den Marshallinseln und den Salomon Inseln versucht, die Vereinten Nationen zum Handeln zu bewegen.

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Indien: Eine Adivasi kämpft für die Rechte ihres Volkes

Es braucht nur ein Wort, um Soni Sori zu beschreiben: Furchtlos.

In der Stadt Bastar in Indien herrscht eine Atmosphäre aus Feindseligkeit, Misstrauen und Angst. Zudem sind Korruption und Gewalt weit verbreitet. Eine mutige Frau hat den Kampf gegen diese Missstände aufgenommen. Doch sie bezahlt dafür einen hohen Preis.

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Sport ist nicht politisch? Die European Games in Aserbaidschan

Vom 12. bis 28. Juni finden zum ersten Mal die European Games, die Europaspiele, in Aserbaidschan statt. Doch hinter der weltoffenen Fassade verstecken sich Menschenrechtsverletzungen und Verhaftungen von Kritikern.

Vom 12. bis 28. Juni finden zum ersten Mal die European Games, die Europaspiele, statt. Erfunden hat sie der Präsident von Aserbaidschan, Ilham Aliyev. Kein Wunder also, dass die Spiele auch in Aserbaidschan stattfinden. Michaela Böttcher, die bis 2014 in Aserbaidschan gelebt hat, erklärt, warum uns die European Games interessieren sollten.

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