Mehr als 600 geografische Standorte in den USA werden umbenannt und ersetzen einen abfälligen Begriff für indigene Frauen, der seit Jahrzehnten verwendet wird

Autorin: Sara Smart, CNN (übersetzt von Yvonne Bangert)

Bild: Twitter @DebHaalandNM

Seit November 2021 gilt eine Anordnung von US-Innenministerin Deb Haaland für die Entfernung und Ersetzung eines auch in Europa vielfach verwendeten abfälligen Begriffs für indigene Frauen, den Begriff der „Squaw“. Er wurde in der Vergangenheit als beleidigende ethnische, rassische und sexistische Verunglimpfung indigener Frauen verwendet.

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Mansa Musa und das goldene Zeitalter Timbuktus

Autor: Kári Weiner, Praktikant

Abbildung Mansa Musas in einem katalanischen Atlas des 14. Jahrhunderts.
Quelle: Wikipedia

Die präkoloniale Geschichte des afrikanischen Kontinents wird in den Medien leider oft übergangen. Im Black History Month möchten wir deshalb in unserem Blog einige interessante Episoden afrikanischer Geschichte vorstellen. Eine davon ist die Herrschaft Mansa Musas in Mali, bekannt als einer der reichsten Menschen der Geschichte.

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Waris Dirie Wüstenblume – Rezension

Autorin: Myriam Givens, Mitarbeiterin digitale Kommunikation

Am Internationalen Tag (6.2.) gegen weibliche Genitalverstümmelung möchten wir mit der Schilderung einer Betroffenen für dieses Thema sensibilisieren. Der Bestseller von Waris Dirie schildert eindrücklich ihre Erfahrungen. Myriam hat das Buch für uns rezensiert.

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Kampf gegen die Kriminalisierung von Indigenen in Brasilien

Autorin: Eliane Fernandes, Referentin für indigene Völker

Brasilianische Indigenen entwickeln Plattform, um Informationen über Kriminalisierungsfälle von indigenen Völkern in Brasilien zu erhalten und zu systematisieren.

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Weitere Einschränkung des Schutzes von indigenen Gebieten in Brasilien

Autorin: Eliane Fernandes

Bild: Manuel Terceros via Unsplash

Brasilianische Behörde für Indigene Angelegenheiten FUNAI gibt den Schutz von einem Drittel der indigenen Gebiete auf, wo auch in freiwilliger Isolation lebenden Indigenen leben.

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Die lange Suche von Kindern und ihren Müttern

Chile: Illegale Adoptionen von indigenen Kindern

Autor*innen: Regina Sonk in Gesprächen mit Alina Rodenkirchen und María Diemar

Die chilenische Organisation „Hijos y Madres del Silencio“ (deutsch etwa: Kinder und Mütter der Stille) hilft Müttern und Kindern bei der Suche nacheinander. Bereits mehr als 250 Familien konnte sie zusammenbringen. Kontakt: hmdelsilencio@gmail.com
Foto: © Hijos y Madres del Silencio

Chiles Diktatur wirkt nach: Tausende heute erwachsene Adoptivkinder suchen ihre Wurzeln im chilenischen Süden. Denn in den 1970er und 1980er Jahren wurden sie gestohlen, als Kleinkinder, oft im Säuglingsalter, gegen den Willen ihrer Mütter zur Adoption freigegeben. Über Adoptionsagenturen wurden sie an Familien in Europa verkauft. Heute fordern Betroffene Aufklärung und juristische Aufarbeitung.

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Der Konflikt zwischen grüner Windenergie und indigenen Rechten

Autorin: Dana Dramsch, Praktikantin im Referat indigene Völker

Roan vindpark 13. Mai 2019. Haraheia & noe Einarsdalen. Foto: Ole Martin Wold

Windenergie boomt. Einige Windkraftunternehmen bauen ihre Windkraftanlagen im Gebiet indigener Völker. Jedoch informieren nicht alle vorzeitig und wahrheitsgetreu die indigene Bevölkerung über die geplanten Projekte auf ihrem Land. Dies stellt eine Verletzung indigener Rechte dar, die häufig vor Gericht landet.

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„Wir müssen reden, auch wenn es keine Hoffnung mehr gibt“

Die neue Kolonisierung der sibirischen Arktis

Autorin: Tatjana Britskaya, übersetzt von Yvonne Bangert

Bild: Artur Tumasjan via Unsplash

Die Online-Zeitschrift The International Barents Observer dokumentiert zuverlässig und faktengenau in Russisch und Englisch Fragen zu Umwelt, Rohstoffförderung, Menschenrechte der Indigenen aber auch Militarisierung der sibirischen Arktis und anderer Regionen um die Barentssee. Häufiges Thema: der in den letzten Jahren rapide zunehmende Neo-Kolonialismus Russlands, das in immer größeren Gebieten gigantische Rohstoffvorkommen erschließt. Tatjana Britskaya vergleicht in ihrem Beitrag über „Die neue Kolonisierung der Arktis“ (25.11.2021) die damit einhergehenden Repressionen gegen die Indigenen in Sibirien mit der Anfangszeit der Industrialisierung des Nordens unter Stalin vor fast 100 Jahren, nur jetzt zu Gunsten der Privatwirtschaft und nicht der Staatswirtschaft. Wir veröffentlichen eine zusammenfassende Übersetzung der GfbV. Der Beitrag wurde im Original in Russisch verfasst und vom Barents Observer in eine englische Fassung gebracht, die uns als Vorlage diente. Diese kann hier nachgelesen werden.

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Der halbierte Amazonas

Autorin: Telma Monteiro, übersetzt und redigiert von Regina Sonk

Hafenanlagen des brasilianischen Transport- und Logistikunternehmens Hidrovias do Brasil bei Miritituba, am Fluss Tapajós. Foto by Hidrovias do Brasil, CC

Flüsse werden ausgebaggert, Staudämme errichtet und eine 1000 Kilometer lange Eisenbahnstrecke soll neben einer bereits existierenden Bundesstraße den Amazonas durchqueren. Die Brasilianische Regierung will ein Infrastrukturprojekt der Megaklasse. Mit Telma Monteiro, Expertin für Genehmigungsverfahren für solche Megaprojekte, sprachen wir mit Deutschen Unternehmen wie der Deutschen Bank über Investitionsrisiken und Menschenrechtsverletzungen.

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Russland: „Ich will essen.“ – Warum Mansische Kinder das Essen in ihrem Internat verweigern

Autorin: Ein Bericht von Anna Voronkova, übersetzt von Tjan Zaotschnaja, redigiert von Regina Sonk

Bild: https://www.piqsels.com/de/public-domain-photo-onojl

Die Mansi sind zahlenmäßig klein, aber ihre Sprachen von unschätzbarer Vielfältigkeit. Um ihre Dialekte zu schützen, unterstützt Anna Voronkova Kinder in der Region Swerdlowsk ihre Sprachen zu erhalten. Doch bei ihrem letzte Besuch in einem Internat erlebt sie ein viel größeres Problem: Die Kinder vertragen das Essen nicht und es gibt keine Alternativen.

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