Der Fall Kabuga – Ein Erfolg für die Internationale Strafverfolgung

Autorin: Dörte Beuermann, Praktikantin im Bereich Genozidprävention

Nach über 20 Jahren auf der Flucht konnte einer der letzten mutmaßlichen Drahtzieher des Völkermords in Ruanda von internationalen Strafverfolgungsbehörden festgenommen werden. Im Mai 2020 wurde der ehemalige ruandische Unternehmer Félicien Kabuga in der Nähe von Paris gefasst. Der langersehnte Prozess gegen ihn wird mit Spannung erwartet. Neben Gerechtigkeit für die Opfer und Hinterbliebenen zeigt es auch den Willen der Internationalen Gemeinschaft, schlimmste Verbrechen nicht ungeahndet lassen zu wollen.

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Coronavirus verbreitet sich rasant in Marokkos Gefängnissen

Autor: Simon Dippold, Praktikant

Bild: Roel Wijnants via Flickr

Mit mehr als 6.000 Infizierten und knapp 200 Toten ist Marokko eines der afrikanischen Länder, die am härtesten von der Corona-Pandemie getroffen wurde. Insbesondere in den marokkanischen Gefängnissen, die chronisch überfüllt sind und in denen zahlreiche politische Gefangene schmoren hat sich das Virus bis jetzt rasant verbreitet. Dort sitzen auch zahlreiche Anführer und Teilnehmer des Hiraks, einer Protestbewegung, die sich 2016 gegründet hatte.

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„Ich wurde als Sklave geboren“

Autor: Jakob Faust, GfbV-Praktikant

Bild: Evgeni Zotov

Brahim Ramdhane wurde 1966 als Sklave geboren. Die Religion schreibt vor, wen Gott als Sklav*in geschaffen hat – und wen als Meister*in. Wie befreit man sich von solchen Ketten? Ketten, die laut Ramdhane nicht an Händen und Füßen befestigt sind, sondern im Kopf. In der Art zu denken. Wer nie etwas Anderes gekannt hat, der kann sich auch nichts Anderes vorstellen, der kann sich auch nicht selbst befreien. Ramdhanes Glück: Mit sechs Jahren besuchte er durch Zufall die Schule – diese Erfahrung half ihm, die Ketten zu brechen. Damit begann ein lebenslanger Kampf gegen die Herrschaftsverhältnisse in Mauretanien.

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Südsudan: Eine (Un-)Möglichkeit des Friedens?

Autor: Lasse Meyerink, Praktikant bei der politischen Leitung der GfbV

Bild: UN Photo/JC McIlwaine; als Titelbild

Der 12. November 2019 stellt ein Datum besonderer Bedeutung für den Südsudan dar: An diesem Tag endet die Frist zur Bildung einer nationalen Übergangsregierung, um nach jahrelangem Bürgerkrieg schließlich Frieden im Land einkehren lassen zu können. Trotz Annäherungen der Konfliktparteien erscheint eine Einigung jedoch noch in weiter Ferne. Wie auch immer sich die Lage im Land entwickeln mag – eins steht fest: die Dimensionen des Leides der südsudanesischen Zivilbevölkerung sind kaum noch zu übertreffen.   

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Rohstoffe contra Menschenrechte – Vergessene Entkolonialisierung in Cabinda

Überblick über die Kirche „Unsere Liebe Frau Königin der Welt“ in Cabinda. Foto: Macauhub.

Autor: Bartolomeu Capita, Co-Vorsitzender des Cabindan National Movement

Wirtschaftsinteressen und der Griff nach Rohstoffen schüren viele Konflikte weltweit. Das Selbstbestimmungsrecht der Völker bleibt dabei oft auf der Strecke. Stattdessen werden schwere Menschenrechtsverletzungen verübt, um die Kontrolle lukrativer Ressourcen zu sichern. Viele dieser Konflikte finden in Europa kaum Aufmerksamkeit, obwohl sie eng mit Europas Kolonialherrschaft in Afrika verknüpft sind. So auch in Cabinda, einer früheren portugiesischen „Kolonie“ im Südwesten Afrikas.

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Das Gedenken der Herero in Namibia im Lichte internationaler Verhandlungen

Bild: Victor Paereli via Flickr.

Autorin: Antonia März

Tausende Menschen werden sich zum jährlichen Herero Day in Namibia versammeln, der am 25. August beginnt. In Okahandja, wo sich die Gräber der Hereroanführer befinden, gedenken sie ihrer Ahnen und erhalten die Erinnerung an die Kriegsjahre aufrecht.

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#HopeEndures in Nigeria: Mütter schreiben Briefe an ihre entführten Töchter

Eine nigerianische Aktivistin hat ein herzzereißedes Projekt mit einigen Familien der vermissten „Chibok Girls“ durchgeführt.

Foto: Andrea Moroni via Flickr [Symbolbild]

Vor zwei Jahren, in der Nacht zum 14. April 2014, entführten Kämpfer der Boko-Haram-Sekte 276 Mädchen aus Hostels, die sie als Unterkunft während ihrer Schulzeit nutzen, im Norden Nigerias. Einigen gelang es zu fliehen, doch von den meisten der 219 vermissten „Chibok Girls“ fehlt bis heute jedes Lebenszeichen. Zwei Jahre leben die Familien nun schon mit der Ungewissheit. Mit ein paar von ihnen hat eine nigerianische Aktivistin jetzt ein herzzerreißendes Projekt durchgeführt.

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„Ich lebe lieber frei und ohne Geld anstatt als Sklavin“

Die berührende Lebensgeschichte einer mutigen Anti-Sklaverei-Aktivistin aus Mauretanien

Der Blick von einem Balkon in Saudi-Arabien. Manchmal scheint Freiheit zu nah und ist doch so fern. Foto: edward musiak via Flickr

Im Dezember 2015 erhielten die Anti-Sklaverei-Aktivisten der IRA aus Mauretanien, mit denen wir seit vielen Jahren zusammenarbeiten, den Tulpen-Menschenrechtspreis des niederländischen Außenministeriums. Bei der Preisverleihung trafen wir auf die mutige Aktivistin Ghame Salem. Ihre berührende Geschichte hat Annabelle Makhloufi aus dem GfbV-Afrikareferat übersetzt.

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Saids Triumph: Ein Leben ohne Sklaverei

Die Geschichte von Said, der sich aus der Sklaverei befreite, gibt Hoffnung auf eine bessere Zukunft für Mauretanien.

Foto: Michał Huniewicz/Flickr [Symbolbild] 

Beim Wort Sklaverei denken wir an Sklavenschiffe nach Amerika und Plantagenarbeit. Wir denken an Kinofilme, die uns eine scheinbar längst vergangene Zeit wieder aufleben lassen. Tatsächlich existiert Sklaverei auch heute noch, wie zum Beispiel in Mauretanien. Doch die Geschichte von Said, der sich aus der Sklaverei befreite, gibt Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

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Wenn die Hautfarbe zum Verhängnis wird – Albinismus in Tansania

Misstrauen und Argwohn wohin du auch gehst, flüstern sobald du dich wegdrehst. Ein Leben mit Angst, Schrecken und Selbstzweifel. Für Menschen mit Albinismus ist das in Tansania der Alltag, denn sie gelten als Aussätzige, als sonderbar und verwunschen. Deshalb werden sie diskriminiert, gejagt und getötet. Doch es gibt Hoffnung.

Foto: angs school/Gustavo Lacerda (zugeschnitten)

Misstrauen und Argwohn wohin du auch gehst, flüstern sobald du dich wegdrehst. Ein Leben mit Angst, Schrecken und Selbstzweifel. Für Menschen mit Albinismus ist das in Tansania der Alltag, denn sie gelten als Aussätzige, als sonderbar und verwunschen. Deshalb werden sie diskriminiert, gejagt und getötet. Doch es gibt Hoffnung.

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