Afghanischer Kriegsverbrecher Mohammad Qasim Fahim zu Gast in Deutschland

Mohammad Fahim (Foto: paymandaily)

Daheim in Afghanistan begeht Herr Fahim – Beruf Kriegsfürst und Drogenhändler – Kriegsverbrechen und in Deutschland lässt er sich unbehelligt in einem Berliner Krankenhaus behandeln. 2009 berief ihn Afghanistans Präsident, Hamid Karzai, zum Vizepräsident in die Regierung.

Fahim gehört in die erste Reihe afghanischer Warlords, die für Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor ein internationales Gericht gestellt werden müssten. Doch dank der internationalen Afghanistanpolitik sind die berüchtigten Warlords nicht gesuchte Kriegsverbrecher, sondern anerkannte Bündnispartner im Kampf gegen die Taliban und für ein demokratisches Afghanistan. Ein Paradoxon, das man wohl nur als Politiker versteht.
Die Warlords nutzen ihre Macht wiederum, um das Erstarken einer Zivilgesellschaft zu verhindern und so ihre eigene Macht zu sichern. So hat sich die Menschenrechtssituation in Afghanistan in den letzten zwei Jahren in fast allen Bereichen massiv verschlechtert. Menschenrechtler werden verfolgt, die Zivilbevölkerung unterdrückt. Deshalb stellt sich die Frage: „Afghanistan Warlords – Schlimmer als die Taliban?

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USA wollen indigene Bevölkerung ein halbes Jahrhundert nach Atomtests zur Rückkehr bewegen

frühere Operation (Operation Crossroads) auf Bikini-Atoll 1946_flickr_x-ray delta one.jpg
frühere Operation (Operation Crossroads) auf Bikini-Atoll 1946_flickr_x-ray delta one.jpg

Leseprobe aus: bedrohte Völker – pogrom Nr. 259, 2/2010

Von Birke Gerold

Am 1. März 1954 detonierte auf dem Bikini-Atoll im Pazifik die Wasserstoffbombe „Bravo“. Sie war die größte Bombe, die die USA je gezündet haben – und verursachte die bis dato schlimmste Strahlenkatastrophe auf amerikanischem Territorium. Überlebende auf dem nächstbewohnten Atoll Rongelap berichten von Erbrechen, Verbrennungen und Haarausfall. Viele ihrer Kinder wurden in der Folgezeit tot oder mit Missbildungen geboren. 30 Jahre nach dem Vorfall hatten 95 Prozent der damals lebenden Bevölkerung einen Schilddrüsentumor gehabt. Dennoch fordern die USA nun die Rückkehr der Menschen auf ihr Atoll.
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Leyla Zana, Verfechterin für Frieden und Freiheit der Kurden in der Türkei, wurde von türkischen Gericht verurteilt

Ein türkisches Gericht hat die bekannteste kurdische Politikerin und Menschenrechtlerin Leyla Zana am 08.04. 2010 in Diyarbakir wegen „Verbreitung terroristischer Propaganda“ zu drei Jahren Haft verurteilt. Dies ist die Strafe dafür, dass Leyla Zana auf einer Konferenz in London 2008 mit einem Satz die Rolle des inhaftierten PKK-Chefs Abdullah Öcalan als „“Identifikationsfigur“ für viele Kurden in der Türkei betont haben soll. Frau Zana und ihr Anwalt waren bei der Urteilsverkündung nicht anwesend. Weiterlesen „Leyla Zana, Verfechterin für Frieden und Freiheit der Kurden in der Türkei, wurde von türkischen Gericht verurteilt“